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Schlüter®-KERDI-SHOWER

Verarbeitung

 

  1. Das Ausgleichsboard wird auf einem ebenflächigen und höhengerechten Untergrund in hydraulischem Dünnbettmörtel verlegt. Zum Ausgleich von Unebenheiten und zum Höhenausgleich kann das Ausgleichsboard auch auf ausreichend häufig angeordneten Mörtelbatzen oder einem ganzflächigen Ausgleichsestrich aufgebracht und höhengerecht ausgerichtet werden.
    Hinweis: Bei Trittschallanforderungen ist das Ausgleichsboard auf einer Trittschalldämmung aufzubringen sowie im Randbereich mit einem Randdämmstreifen zu versehen.
    Für die Auswahl einer geeigneten Dämmung ist die maximale Zusammendrückbarkeit CP4 (≤ 4 mm) zu berücksichtigen.
  2. Die zur Rohrverlegung vorgesehene Aussparung im Ausgleichsboard wird an der passenden Stelle frei geschnitten.
  3. Das Ablaufgehäuse in die dafür im Ausgleichsboard vorgesehene Aussparung einsetzen und mit einem passend zugeschnittenen Abflussrohr, welches in die Rohrführung verlegt wird an die Gebäudeentwässerung anschließen. Ggf. das mitgelieferte Reduzierstück (DN 40 auf DN 50) zum Anschluss verwenden. Danach sollte eine Dichtigkeitsprüfung durchführen werden.
  4. Auf das entsprechend vorbereitete Ausgleichsboard wird dann das Gefälleboard mit einem hydraulisch abbindenden Dünnbettmörtel vollflächig aufgeklebt. Es ist darauf zu achten, dass die Stoßverbindung des Gefälleboards nicht über die Rohrführung des Abflussrohres gelegt wird.
  5. Der Dünnbettaufsatz wird dann durch die passgenaue Aussparung in das Ablaufgehäuse eingesetzt, so dass der Klebeflansch mit dem Gefälleboard oberflächenbündig abschließt. Zur Einbettung muss unter dem Klebeflansch zuvor ein Dünnbettmörtel aufgetragen werden.
  6. Zum Verkleben der Schlüter-KERDI-Manschette, die der Flächenabdichtung dient, wird auf dem Klebeflansch des Dünnbettaufsatzes der Dichtkleber Schlüter-KERDI-COLL-L und auf die übrige Fläche des Gefälleboards hydraulisch abbindender Fliesenkleber mit einer Zahnkelle aufgetragen und die KERDI-Manschette vollflächig eingebettet. Zum Eindrücken empfiehlt sich die Glattseite der Zahnkelle oder eine Glättkelle, die unter Druck schräg über die KERDI-Manschette geführt wird. Lufteinschlüsse sind zu vermeiden. Die klebeoffene Zeit muss beachtet werden.
  7. Zur Abdichtung der Wandflächen wird die Abdichtungsbahn Schlüter-KERDI 200 vollflächig aufgebracht. Die Stoßverbindungen der Bahnen in der Fläche oder im Wandeckbereich sowie die Wand-/Bodenanschlüsse sind mit dem Schlüter-KERDI-KEBA Dichtband unter Verwendung von Schlüter-KERDI-COLL-L zu überkleben. Rohrdurchführungen sind unter Verwendung der Rohrmanschette Schlüter-KERDI-KM abzudichten. Die entsprechenden Produktdatenblätter 8.1 Schlüter-KERDI und 8.4 Schlüter-KERDI-COLL-L sind zu beachten.
    Anmerkung: Werden die Wandflächen mit Schlüter-KERDI-BOARD ausgeführt, kann hiermit auch direkt die Wandabdichtung ausgeführt werden (siehe Produktdatenblatt 12.1 Schlüter-KERDI-BOARD). Stoßverbindungen und Eckbereiche sind ebenfalls mit Schlüter-KERDI-KEBA Dichtband, unter Verwendung von Schlüter-KERDI-COLL-L, abzudichten.
  8. Sobald die Verbundabdichtung wie zuvor beschrieben komplett fertig gestellt ist, kann mit der Verlegung der Fliesen im Dünnbettverfahren begonnen werden. Eine Wartezeit ist nicht erforderlich.
  9. Zur Fliesenverlegung wird hydraulisch abbindender Dünnbettmörtel direkt auf Schlüter-KERDI aufgetragen und die Fliesen werden möglichst vollflächig darin eingebettet. Die Bodenfläche kann unabhängig vom Fliesenformat durch normalen Personenverkehr belastet werden, hierzu zählt auch die Belastung durch Rollstühle. Höher zu erwartende Belastungen können eine zusätzliche Lastverteilungsschicht oder größere Fliesenformate erfordern.
    Hinweis: Für Bereiche, wo Abdichtungen entsprechend dem bauaufsichtlichen Prüfzeugnis oder CE-Komformität gefordert werden, sind nur systemgeprüfte Dünnbettmörtel zu verwenden. Diese können unter der in diesem Produktdatenblatt angegebenen Adresse erfragt werden. Im Zuge der Verlegung der Bodenfliesen ist das Gehäuse des Ablaufrostes mit dem integrierten Geruchsverschluss in den Dünnbettaufsatz einzusetzen und entsprechend der Fliesendicke höhengerecht oberflächenbündig auszurichten. Der Rostrahmen ist mit Fliesenkleber zu unterfüllen.
  10. Andere Beläge, wie Beschichtungen, Kunststoff oder dgl. sind grundsätzlich möglich, hier jedoch nicht weiter beschrieben und müssen entsprechend abgeklärt werden. Wir stehen Ihnen auf Anfrage mit unseren Empfehlungen gern zur Verfügung.

Ihr Kontakt bei Schlüter-Systems:

Schlüter-Serviceteam
Schlüter-Systems KG
Schmölestraße 7
D-58640 Iserlohn
+49 2371 971-0

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