Schlüter®-DITRA-DRAIN | Funktion | Schlüter-Systems
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Schlüter®-DITRA-DRAIN

Anwendung und Funktion

Schlüter-DITRA-DRAIN ist eine sichere und dauerhaft wirksame kapillarpassive Verbunddrainage. Die Verlegung im Außenbereich erfolgt im Dünnbettmörtel über einer im Gefälle aufgebrachten Verbundabdichtung wie Schlüter-KERDI.
Schlüter-DITRA-DRAIN 4 besteht aus einer geschlossenen Polyethylenfolie mit einseitig ausgeformten, ca. 4 mm hohen kegelstumpfförmigen Noppen, auf denen ein Filtervlies aufkaschiert ist. Ein Teil der ausgeformten Noppen besteht aus umgedrehten, ca. 2 mm hohen Pyramidenstümpfen, sodass sich zur Unterseite quadratisch hinterschnittene Kammern ergeben. Diese dienen zur Verklammerung des Dünnbettmörtels, der mit einer 6 x 6 mm Zahnung auf die Verbundabdichtung aufzutragen ist und in den Schlüter-DITRA-DRAIN vollflächig eingebettet wird. Die eng stehenden, als Kegelstumpf ausgeformten Noppen können sehr hohe Druckbelastungen (bis zu 50 t/m²) aufnehmen. Durch die hinterschnittenen pyramidenstumpfförmigen Noppen wird eine gute Verbundhaftung zum Untergrund erreicht.
Schlüter-DITRA-DRAIN 4 eignet sich besonders für den Innenbereich sowie für kleine Flächen im Außenbereich.
Schlüter-DITRA-DRAIN 8 besteht aus einer formstabilen Polyethylenfolie mit einseitig als Kegelstumpf ausgeformten Noppen und beidseitig aufkaschiertem Filtervlies aus Polypropylen. Das unterseitig aufkaschierte Filtervlies dient zur Verklammerung des Dünnbettmörtels, der mit einer Zahnung (Empfehlung: 3 x 3 mm oder 4 x 4 mm) auf die Verbundabdichtung aufzutragen ist und in den Schlüter-DITRADRAIN 8 vollflächig eingebettet wird.
Die Druckbelastung beträgt bis zu 15 t/m². Schlüter-DITRA-DRAIN 8 eignet sich für den Außenbereich, insbesondere für Treppen sowie größere Balkon- und Terrassenflächen, bei denen längere Drainagewege vorhanden sind. Hierbei ist zu beachten, dass diese eigenständig und nicht über den Treppenlauf entwässert werden. Für Treppenanlagen sind besondere Anforderungen zu beachten. Wir bitten daher bei solchen Objekten um Ihre Rücksprache.
Die geschlossenen Polyethylenbahnen Schlüter-DITRA-DRAIN 4 und 8 bilden zusätzlich eine Schutzschicht für die Verbundabdichtung.

Zusammenfassung der Funktionen und Anwendungen:
Die Verbundkonstruktion besteht aus einer Verbundabdichtung als Verlegeuntergrund, der darauf verklebten Schlüter-DITRA-DRAIN und dem direkt im Dünnbett verlegten Belag. Damit ergibt sich eine Konstruktion mit hoher Tragfähigkeit, die sowohl die Anforderung der Abdichtung als auch der passiven Drainage, Unterlüftung und Entkopplung erfüllt.

a) Drainage / Unterlüftung
Die Unterlüftung ermöglicht eine schnelle Austrocknung des Dünnbettmörtels. Die kapillarpassive Drainagewirkung sorgt für eine drucklose Abführung des im Drainageraum anfallenden Wassers und verhindert den Rücktransport in die Belagsschicht.

b) Entkopplung
Schlüter-DITRA-DRAIN entkoppelt den Belag vom Untergrund und neutralisiert somit Spannungen zwischen Untergrund und Fliesenbelag, die aus unterschiedlichen Formveränderungen resultieren. Ebenso werden Spannungsrisse aus dem Untergrund überbrückt und nicht in den Fliesenbelag übertragen.

Sofern der Verlegeuntergrund keine Abdichtung erfordert, z.B. auf einem drainierten Estrich oder erdberührter Konstruktion, kann Schlüter-DITRA-DRAIN mit den Funktionen Drainage/Unterlüftung und Entkopplung auch direkt mit Dünnbettmörtel auf den Untergrund aufgeklebt werden.


Schlüter®-DITRA-DRAIN

Verarbeitung

  1. Untergründe, auf denen Schlüter-DITRA-DRAIN verlegt werden soll, müssen grundsätzlich auf Ebenheit, Tragfähigkeit, Haftfähigkeit und die Materialverträglichkeit untereinander überprüft werden. Haftungsfeindliche Bestandteile der Oberfläche sind zu entfernen. Sofern der Ausgleich von Unebenheiten oder ein Höhen- oder Gefälleausgleich erforderlich ist, muss dieser vor dem Aufbringen der Verbundabdichtung und der Verlegung von Schlüter-DITRA-DRAIN erfolgen. Die Abdichtung muss ein ausreichendes Gefälle zur Entwässerung aufweisen.
  2. Auf dem zuvor beschriebenen Untergrund wird bei Verwendung von Ditra-Drain 4 ein normgerechter, hydraulisch abbindender Dünnbettmörtel mit einem Zahnspachtel 6 x 6 mm aufgebracht. Bei Ditra-Drain 8 wird 3 x 3 mm oder 4 x 4 mm empfohlen. Die Auswahl des Dünnbettmörtels, mit dem Schlüter-DITRA-DRAIN verklebt wird, muss auf den Untergrund abgestimmt sein. Bei der Verwendung von Belagsmaterialien mit einer Seitenlänge ≥ 30 cm empfehlen wir zur schnellen Festigkeitsentwicklung und Trocknung des Mörtels einen Fliesenkleber mit kristalliner Wasserbindung.
  3. Die vorher auf Maß zugeschnitten Bahnen der Schlüter-DITRA-DRAIN werden in den aufgetragenen Kleber eingebettet und sofort mit Hilfe eines Reibbretts oder einer Andruckrolle vollflächig in den Dünnbettmörtel eingedrückt. Bei Schlüter-DITRA-DRAIN 4ist sicherzustellen, dass die umgedrehten pyramidenstumpfförmigen Kammern nach der Verlegung mit Mörtel gefüllt sind. Die klebeoffene Zeit muss beachtet werden. Es ist zweckmäßig, Schlüter-DITRA-DRAIN bereits beim Auflegen unter leichtem Zug straff gespannt auszurichten. Die einzelnen Bahnen werden auf Stoß aneinander gelegt und mit dem seitlich überstehenden Vliesrand überlappt.
    Für geschnittene Kanten, bei denen der überstehende Vliesrand fehlt, steht die selbstklebende Stoßabdeckung Schlüter-DITRA-DRAIN-STU zur Verfügung.
  4. Um Beschädigungen der verlegten Schlüter-DITRA-DRAIN oder ein Ablösen vom Untergrund während der Arbeiten zu verhindern, wird empfohlen, diese z.B. durch Auslegen von Laufbrettern (vor allem im Laufzentrum für Materialtransport) zu schützen. Ebenso können Schutzmaßnahmen z.B. bei direkter Sonneneinstrahlung oder Niederschlag im Außenbereich erforderlich sein.
  5. Unmittelbar nach dem Verkleben der Schlüter-DITRA-DRAIN können die Fliesen- oder Natursteinbeläge im Dünnbettverfahren darauf fachgerecht verlegt werden. Das Belagsmaterial muss weitgehend vollflächig eingebettet werden. Die Zahntiefe der Spachtel muss auf das Fliesenformat abgestimmt sein. Die offene Verlegezeit des Dünnbettmörtels ist zu beachten. Im Außenbereich müssen der hydraulische Dünnbettmörtel und das Belagsmaterial wasserfest und witterungsbeständig sein.
  6. Nach Begehbarkeit kann der Belag mit einem geeigneten Fugenmörtel verfugt werden.
  7. Der im Randbereich offene Drainageraum muss mit einem Profil z.B. Schlüter-BARA-RT oder einer Schenkelplatte überdeckt werden ohne die Drainagefuge zu verschließen.
  8. Für Bewegungsfugen als Feldbegrenzungs-, Rand- und Anschlussfugen sind die entsprechenden Hinweise in diesem Datenblatt und die üblichen Fachregeln zu beachten.

Hinweis: Für Randabschlüsse, Bewegungsfugen und Wandanschlüsse verweisen wir auf unsere Profiltypen Schlüter-BARA und Schlüter-DILEX.


Schlüter®-DITRA-DRAIN

Material

Schlüter-DITRA-DRAIN 4 besteht aus einer formstabilen Polyethylenfolie mit einer einseitig ausgeformten speziellen Noppenstruktur und einem an der Oberseite aufkaschierten Filtervlies aus Polypropylen. Die Druckfestigkeit von Schlüter-DITRADRAIN 4 beträgt bis zu 50 t/m².
Schlüter-DITRA-DRAIN 8 besteht aus einer formstabilen Polyethylenfolie mit einseitig als Kegelstumpf ausgeformten Noppen mit beidseitig aufkaschiertem Filtervlies aus Polypropylen. Die Druckfestigkeit von Schlüter-DITRA-DRAIN 8 beträgt bis zu 15 t/m².
Das Material von Schlüter-DITRA-DRAIN ist formbeständig bis zu einem Temperaturbereich von + 80 °C. Die Funktions- und Materialeigenschaften sind dauerhaft gewährleistet. Das Material ist alterungsbeständig und verrottungsfrei. Verarbeitungsreste sind kein Sondermüll. Polyethylen ist langfristig nicht UV-stabil, daher ist bei der Lagerung eine längere intensive Sonneneinstrahlung zu vermeiden.


Schlüter®-DITRA-DRAIN

Hinweise

Der in Verbindung mit Schlüter-DITRA-DRAIN verarbeitete Dünnbettmörtel und das Belagsmaterial müssen für den jeweiligen Einsatzbereich geeignet sein und den erforderlichen Anforderungen entsprechen. Im Außenbereich müssen diese Materialien wasserfest, frost- und witterungsbeständig sein.

Im ZDB-Merkblatt „Außenbeläge“ ist folgender Sachverhalt dokumentiert: „Naturwerkstein und Betonwerkstein können durch unterschiedliche Austrocknung zu Farbunterschieden neigen“. Diese belagsspezifische Besonderheit kann auch bei dem in diesem Produktdatenblatt beschriebenen Konstruktionsaufbau nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Wir empfehlen, bei der Auswahl des Oberbelags, den Bauherrn darauf hinzuweisen.

Zu berücksichtigen ist, dass zwischen Belag und Untergrund eine Luftschicht geschaffen wird, welche die Kontaktauflage verringert. Das Belagsmaterial muss den zu erwartenden Druckbelastungen standhalten und ist in entsprechender Materialstärke auszuwählen. Schlagbelastungen mit harten Gegenständen sind bei Keramikbelägen grundsätzlich zu vermeiden. Für privat genutzte Anwendungsgebiete und mäßige gewerbliche Nutzung sollte das Fliesenformat min. 5 x 5 cm groß und min. 8 mm dick sein.

Auf Schlüter-DITRA-DRAIN verlegte Beläge können systembedingt beim Begehen mit hartem Schuhwerk oder Abklopfen mit einem harten Gegenstand einen gewissen Hohlklang aufweisen. Haarrisse im Fugenbild können bedingt durch die unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten von Belag und Fugenmaterial nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Hinweise zu Bewegungsfugen:
Schlüter-DITRA-DRAIN ist über vorhandenen Bewegungsfugen zu trennen. Entsprechend den geltenden Regelwerken sind Bewegungsfugen im Fliesenbelag anzuordnen. Im Außenbereich (Balkone und Terrassen) sollten Feldgrößen mit 3 m Kantenlänge nicht überschritten werden. Je nach Unterkonstruktion und zu erwartenden Temperaturschwankungen können aber auch kleinere Felder erforderlich sein. Bei Anschlüssen an aufgehende Bauteile oder Wände müssen Einspannungen durch eine entsprechende Randfugenausbildung ausgeschlossen werden. Randfugen und Anschlussfugen müssen den dafür geltenden Fachregeln entsprechen und ausreichend bemessen sein, um Einspannungen auszuschließen. Zur Ausbildung der Bewegungs- und Randfugen verweisen wir auf die Verwendung der verschiedenen Profiltypen der Schlüter-DILEX Serie.

Dachterrassen
Bei Dachterrassen über Nutz- und Wohnräumen oder dergleichen sind zunächst entsprechend der geltenden Fachregel Dachaufbauten mit normgerechter Abdichtung als Dampfsperre, Wärmedämmschicht und obere Abdichtung erforderlich. Über der oberen Abdichtung muss eine Drainage (Schlüter-TROBA-PLUS) angeordnet sein. Darüber muss ein Estrich als Lastverteilungsschicht aufgebracht sein. Auf der Estrichoberfläche wird Schlüter-DITRA-DRAIN als Verbunddrainage und Entkopplung des Fliesenbelages verklebt.


Schlüter®-DITRA-DRAIN

Produkte


Schlüter®-DITRA-DRAIN 8

Schlüter-DITRA-DRAIN 8 ist eine formstabile Polyethylenfolie mit einer einseitig ausgeformten speziellen Noppenstruktur. Sie ist auf der Unterseite mit einem Vlies zur Verankerung im Fliesenkleber und an der Oberseite mit einem speziellen Filtervlies ausgestattet. Schlüter-DITRA-DRAIN 8 ist ein universeller Untergrund für Fliesenbeläge als Entkopplungsschicht und dauerhaft wirksame kapillarpassive Verbunddrainage.

Schlüter®-DITRA-DRAIN 8


Schlüter-DITRA-DRAIN 4

Schlüter-DITRA-DRAIN 4 ist eine formstabile Polyethylenfolie mit einer einseitig ausgeformten speziellen Noppenstruktur und einem an der Oberseite aufkaschierten Filtervlies aus Polypropylen. Sie ist ein universeller Untergrund für Fliesenbeläge als Entkopplungsschicht und dauerhaft wirksame kapillarpassive Verbunddrainage.

Schlüter-DITRA-DRAIN 4


Schlüter-DITRA-DRAIN 8


Schlüter®-DITRA-DRAIN


Ausschreibungstexte für Architekten und Planer

Ausschreibungstexte zu diesem Produkt finden Sie in verschiedenen Formaten zum Download auf folgenden Plattformen:



Schlüter®-DITRA-DRAIN

Anwendungsbereiche/Untergründe

Allgemein
Untergründe, auf denen Schlüter-DITRADRAIN verlegt werden soll, müssen grundsätzlich auf ihre Eignung wie z. B. Ebenheit, Tragfähigkeit, Sauberkeit und Verträglichkeit etc. überprüft werden. Haftungsfeindliche Bestandteile der Oberfläche sind zu entfernen. Der Ausgleich von Unebenheiten oder ein Höhen- bzw. Gefälleausgleich muss vor Verlegung der Schlüter-DITRA-DRAIN erfolgen.

Innenbereich
Für den Einsatz im Innenbereich ist ausschließlich Schlüter-DITRA-DRAIN 4 vorgesehen.

Zementestriche
Zementestriche müssen nach geltenden Regeln vor der Verlegung der Fliesen mindestens 28 Tage alt sein und ein Feuchtigkeitsgehalt kleiner 2 CM-% aufweisen. Besonders schwimmende Estriche und Heizestriche neigen jedoch auch später, z. B. durch Belastungen oder Temperaturveränderungen, zur Verformung und Rissbildung.

Beim Einsatz von Schlüter-DITRA-DRAIN 4 können die Fliesen auf frischen Zementestrichen verlegt werden, sobald diese begehbar sind.

Bei eventuell später auftretenden Rissbildungen und Verformungen des Estrichs, werden diese durch Schlüter-DITRA-DRAIN 4 neutralisiert und nicht in den Fliesenbelag übertragen.

Calciumsulfatestriche
Calciumsulfatestrich (Anhydritestrich) darf bei der Fliesenverlegung nach geltenden Regeln nur max. 0,5 CM-% Restfeuchte aufweisen. Durch die Verwendung von Schlüter-DITRADRAIN 4 kann bereits ab einer Restfeuchte von kleiner 2 CM-% ein Fliesenbelag aufgebracht werden.

Falls erforderlich, ist die Estrichoberfläche entsprechend den Fachregeln und Herstellervorgaben zu behandeln (anschleifen, grundieren). Die Verklebung von Schlüter- DITRA-DRAIN 4 kann mit hydraulisch abbindenden oder mit sonstigen dafür geeigneten Dünnbettmörteln erfolgen. Der Estrich wird durch Schlüter-DITRA-DRAIN 4 vor Feuchteeintritt an der Oberfläche geschützt. Calciumsulfatestriche sind feuchtigkeitsempfindlich, so dass der Estrich vor weiterer Durchfeuchtung, z. B. rückwärtiger Feuchtebelastung, zu schützen ist.

Heizestriche
Der Einsatz von Schlüter-DITRA-DRAIN 4 kann auch auf Heizestrichen entsprechend den zuvor genannten Hinweisen (Zement, Calciumsulfat) erfolgen. Bei der Verwendung der Schlüter-DITRA-DRAIN 4 kann die Belagskonstruktion bereits 7 Tage nach Fertigstellung aufgeheizt werden. Beginnend bei 25 °C kann die Vorlauftemperatur dabei täglich um max. 5 °C bis zur Nutzungstemperatur von max. 40 °C erhöht werden.

Hinweis:
Für wassergeführte Fußbodenheizungen verweisen wir auf unser System Schlüter- BEKOTEC-THERM als Keramik-Klimaboden.

Für die elektrische Boden-/Wandheizung wurde mit Schlüter-DITRA-HEAT eine spezielle Entkopplungsmatte zur Aufnahme von systemzugehörigen Heizkabeln entwickelt, siehe hierzu Produktdatenblatt 6.4.

Trockenestriche
Nach fachgerechtem Einbau der Trockenestrichelemente gemäß Herstellerangaben kann beim Einsatz von Schlüter-DITRADRAIN 4 das maximale Fliesenformat beliebig groß gewählt werden.

Kunststoffbeläge und Beschichtungen
Die Oberflächen müssen grundsätzlich tragfähig und so beschaffen bzw. vorbehandelt sein, dass ein geeigneter Kleber darauf haftet, in dem sich das Trägervlies von Schlüter-DITRA-DRAIN 4 verankern kann. Die Verträglichkeit des Klebers mit dem Untergrund und Schlüter-DITRA-DRAIN 4 ist im Vorfeld zu prüfen.

Span- und Pressplatten
Diese Materialien unterliegen in besonderem Maße einer Formveränderung durch Feuchteeinfluss (auch stark schwankende Luftfeuchtigkeit). Es sollten daher Span- oder Pressplatten verwendet werden, die gegen Feuchtigkeitsaufnahme imprägniert sind. Die Dicke der Platten ist so zu wählen, dass sie in Verbindung mit einer geeigneten Tragkonstruktion ausreichend formstabil sind. Die Befestigung ist durch Verschrauben in entsprechend geringen Abständen sicherzustellen. Die Stöße sind mit Nut- und Federverbindung herzustellen und müssen  verklebt sein. Zu angrenzenden Bauteilen sind ca. 10 mm Randfugen einzuhalten. Schlüter-DITRA-DRAIN 4 neutralisiert die auftretenden Spannungen zum Fliesenbelag und verhindert zudem das Eindringen von Feuchtigkeit.

Holzdielenböden
Bei ausreichend tragfähigen, verschraubten Holzdielen mit Nut- und Federverbindung ist eine direkte Verlegung von keramischen Belägen grundsätzlich möglich. Vor Verlegung der Schlüter-DITRA-DRAIN 4 sollte der Holzuntergrund die Gleichgewichtsfeuchte aufweisen. Bewährt hat sich hierbei das Aufbringen einer zusätzlichen Schicht aus Span- oder Pressplatten. Unebene Böden sind zuvor durch geeignete Maßnahmen auszugleichen.

Gussasphaltestriche
Schlüter-DITRA-DRAIN 4 ermöglicht die Verlegung von keramischen Belägen auf tragfähigen, normgerechten unbeheizten Gussasphaltestrichen im Innenbereich. Die Oberflächen müssen abgesandet oder so beschaffen sein, dass der Dünnbettmörtel zur Verklebung der Schlüter-DITRA-DRAIN 4 ausreichend haftet.

Außenbereich
Im Außenbereich eignet sich Schlüter- DITRA-DRAIN 8 insbesondere für Treppen sowie größere Balkon- und Terrassenflächen bei denen längere Drainagewege vorhanden sind. Für kleinere Flächen mit Drainagewegen bzw. Gefällestrecken bis ca. 3 m kann auch Schlüter-DITRA-DRAIN 4 eingesetzt werden.

Sofern der Verlegeuntergrund keine Abdichtung erfordert, z. B. auf einem Drainageestrich oder einer erdberührten Konstruktion, kann Schlüter-DITRA-DRAIN mit den Funktionen Drainage/Unterlüftung und Entkopplung auch direkt mit Dünnbettmörtel auf den Untergrund aufgeklebt werden.

Balkone / Terrassen
Schlüter-DITRA-DRAIN als Entkopplungs- und Drainagematte neutralisiert die Spannungen zwischen Untergrund und Fliesenbelag, die durch häufige und starke Temperaturwechsel auf Balkonen auftreten. Darüber hinaus schützt Schlüter- DITRA-DRAIN die Verbundabdichtung und ermöglicht durch die Unterlüftung des Belags eine schnelle Austrocknung des Dünnbettmörtels. Die Verbundabdichtung – z. B. Schlüter-KERDI 200 (siehe Produktdatenblatt 8.1) – muss ein ausreichendes Gefälle von 1,5 bis 2 % aufweisen.

Sind alte Beläge hinreichend tragfähig und weisen das notwendige Gefälle auf, so kann die bestehende Belagskonstruktion in Sanierungsfällen direkt als Untergrund verwendet werden. Ansonsten sind vor der Verklebung der Verbundabdichtung nicht ausreichend anhaftende Teile zu entfernen und Fehlstellen oder fehlendes Gefälle mit geeignetem Fertigmörtel auszugleichen.

Treppenanlagen
Auf Treppen im Außenbereich eignet sich Schlüter-DITRA®-DRAIN 8 als Entkopplungs- und Drainagematte zum Spannungsabbau zwischen Untergrund und Fliesenbelag sowie der Ableitung anfallenden Wassers in der Drainageebene. Darüber hinaus schützt Schlüter-DITRA-DRAIN 8 die Verbundabdichtung Schlüter-KERDI 200 (siehe Produktdatenblatt 8.1) und ermöglicht durch die Unterlüftung des Belags eine schnelle Austrocknung des Dünnbettmörtels. Die Verbundabdichtung muss im Trittstufenbereich ein ausreichendes Gefälle aufweisen.

Es ist darauf zu achten, dass die an der Setzstufe aufgeklebte Schlüter-DITRADRAIN 8 nicht höher steht als die Oberfläche der Trittsstufe, damit anfallendes Wasser rückstandslos ablaufen kann. Die Stoßbereiche werden mit dem Stoßabdeckband Schlüter-DITRA-DRAIN-STU verklebt. Am Treppenfuß muss das anfallende Drainagewasser aus der Schlüter-DITRA-DRAIN 8 in einem Drainageraum versickern können oder über eine Entwässerung abgeleitet werden. Im freien Randbereich der Treppenanlage kann in der Drainageebene ein 5 cm breiter Streifen 9 mm dickes Schlüter- KERDI-BOARD, (siehe Produktdatenblatt 12.1) sowie auf dem Belag ein Fliesenstreifen als Wassersperre bzw. Schwallschutz mit Schlüter-KERDI-COLL-L (siehe Produktdatenblatt 8.4) verklebt werden.

Als Kantenschutz besonders bei dünnerem Belagsmaterial, sowie zur Verbesserung der Rutschsicherheit empfehlen wir im vorderen Bereich der Trittstufen entsprechende Treppenprofile (z. B. Schlüter-TREP-E) einzusetzen.

Dachterrassen
Dachterrassen über Wohn-/ Nutz- und sonstigen Räumen sowie überdachende Flächen sind zunächst – entsprechend den geltenden Fachregeln für Dachaufbauten – als Flachdach auszubilden.

Im Falle von wärmegedämmten Wohnund Nutzräumen (sowie Räumen mit zu erwartenden Temperaturunterschieden zum Außenbereich) ist als normgerechter Aufbau eine Dampfsperre sowie eine obere Abdichtung erforderlich. Gegebenenfalls abweichende nationale Normen und/oder geltende Merkblätter sind zu beachten. Über der oberen Abdichtung muss eine Drainage (z. B. Schlüter-TROBA oder Schlüter- TROBA-PLUS, siehe Produktdatenblatt 7.1 bzw. 7.2) angeordnet sein. Darauf wird ein Estrich als Lastverteilungsschicht aufgebracht. Auf der Estrichoberfläche wird Schlüter-DITRA-DRAIN als Entkopplung und Unterlüftung des Fliesenbelags und als Feuchteschutz für den Estrich verklebt. Schlüter-DITRA-DRAIN als Entkopplungsmatte neutralisiert Spannungen zwischen Untergrund und Fliesenbelag, die durch häufige und starke Temperaturwechsel auf Terrassen auftreten.


Schlüter®-DITRA-DRAIN

Video

Hier finden Sie alle verfügbaren Videos zum Produkt und seinen Anwendungsbereichen.

 


Großformatige Fliesen legen mit Entkopplung und Anschlussprofil




Balkonaufbau A.2: Fliesen legen mit Drainage, Abdichtung und Entkopplung




Fliesentest extrem (410 kg) mit Drainagematte




Schlüter®-DITRA-DRAIN

Häufige Fragen

Dehnungsfugen

Können Dehnungsfugen aus dem Untergrund mit Schlüter-DITRA 25 bzw. Schlüter-DITRA-DRAIN verschleppt werden?

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Nein, Dehnungsfugen aus dem Untergrund müssen immer übernommen werden.

Mittelbett

Kann im Außenbereich im Mittelbett auf Schlüter-DITRA-DRAIN gearbeitet werden?

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Bei Belagsungleichheiten von bis zu 4 mm kann auf der Schlüter-DITRA-DRAIN 4 oder 8 im Mittelbett gearbeitet werden.

Heizestrich

Wie geht man beim Aufheizen von Fußboden-Heizestrichen vor?

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Die Entkopplungsmatten Schlüter-DITRA 25 und Schlüter-DITRA-DRAIN 4 erlauben die Verlegung der Matten und der Fliesen auf dem nicht aufgeheizten Estrich. Dieser wird erst sieben Tage nach Fertigstellung der Belagskonstruktion um 5 °C pro Tag in die benötigte Gebrauchstemperatur gebracht. Das sonst notwendige Aufheizen im Sinne der Schnittstellenkoordination entfällt.

Für Fußbodenheizungen verweisen wir besonders auf den Keramik-Klimaboden Schlüter-BEKOTEC-THERM.

Ihr Kontakt bei Schlüter-Systems:

Schlüter-Serviceteam
Schlüter-Systems KG
Schmölestraße 7
D-58640 Iserlohn
+49 2371 971-0

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Legende für Tabellen unter "Varianten"

Zur einheitlichen und übersichtlichen Gestaltung der Tabellen verwenden wir folgende Symbole und Abkürzungen:

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= neue Produkte

= auch mit einer Länge von 3 m

= Sonderstanzung (Radiusstanzung) lieferbar    

 

Maße:
H = Höhe
L = Länge
B = Breite


Packungs-Bezeichnungen:
PL = Euro-Palettenverpackung
KV = Kistenverpackung
BV = Bundverpackung (Alle Profile sind zu 10 Stück im Bund verpackt, sofern nicht ausdrücklich anders aufgeführt.)
P = Paketverpackung
R = Rolle
St. = Stück