Verwölbungen
Mit Verwölbungen bezeichnet der Fachmann bogenförmige Verformungen des Estrichs, die sowohl konkav (Wannenbildung) oder konvex (Buckelbildung) erfolgen kann. Hervorgerufen werden Verwölbungen jeder Art durch Dilatationen: Der Estrich wölbt sich konvex auf, wenn er im Querschnitt mit zunehmender Tiefe schneller schwindet. Dieser Effekt tritt häufiger in konventionellen Heizestrichen auf, da die Vorlauftemperatur bei ca. 55°C liegt, um an der Fliesenoberfläche 25-30°C zu erreichen. Verwölbungen können aber auch auftreten, wenn der bereits belegte Estrich seine Restfeuchte nicht gleichmäßig verliert: Trocknet er an der Oberfläche schneller als in der Tiefe, wölbt er sich konkav auf. Schadbilder, die durch Verwölbung entstehen, sind abgeplatzte Fliesen, Prellrisse in den Fliesen und aufgerissene Fugen. Zur freien Beweglichkeit des Estrichs unabhägig vom Belag, sollte - als Gegenmaßnahme, denn Estrichbewegungen lassen sich nicht vermeiden - eine Entkopplungsmatte (z. B. Schlüter-DITRA 25) eingebaut werden.