Rissefreier Estrich nur 30 mm stark
Schlüter®-BEKOTEC EN/23 F
Als Revolution der BElagsKOnstruktionsTEChnik führte Schlüter-Systems 1997 das patentierte Schlüter®-BEKOTEC-System ein. Dabei handelt es sich um eine dünnschichtige Konstruktion für einen schwimmenden Estrich, der dauerhaft verwölbungs- und rissefrei bleibt, was gerade für hochwertige Fliesen- und Natursteinbeläge eine große Bedeutung hat. Seither wurden Tausende von Quadratmetern in diesem Verfahren schadensfrei hergestellt. Vor allem als Fußbodenheizung Schlüter®-BEKOTEC-THERM gewann das System zunehmend an Bedeutung, zeigte das Iserlohner Unternehmen damit doch der gesamten Fliesenbranche den Weg zu einer schadensfreien beheizten Fliesenkonstruktion auf. Mit der neuen Noppenplatte Schlüter®-BEKOTEC-EN/23 F stellt Schlüter-Systems auf der CERSAIE in Bologna eine Variante vor, welche die Aufbauhöhe auf nur noch circa 30 mm verringert.
Die ursprüngliche BEKOTEC-Noppenplatte aus Polystyrol ist mit einem 20 mm starken Boden versehen, so dass sich von deren Unterkante bis zur Estrichoberkante eine Aufbauhöhe von 52 mm ergibt. Bereits 24 Stunden nach Estricherstellung kann diese Konstruktion mit Fliesen belegt werden.
Mit Schlüter®-BEKOTEC-EN/23 F stellt der Hersteller aus Iserlohn jetzt eine Estrichnoppenplatte aus einer druckstabilen Polystyrol-Tiefziehfolie vor, mit der die Estrichgesamtstärke auf etwa 30 mm reduziert werden kann. Damit ist die innovative Technik nun auch in Bereichen einsetzbar, in denen nur eine geringe Konstruktionshöhe zur Verfügung steht.
Kern der BEKOTEC-Konstruktion ist die Noppenplatte, in die mit einer Mindestüberdeckung von acht Millimetern (über den Noppen) ein konventioneller Zementestrichmörtel oder Anhydrid-Fließestrich eingebracht wird. Die Noppenstruktur bewirkt, dass der beim Erhärtungsprozess schwindende Estrich im Noppenraster durch mikrofeine Haarrisse in kleine "Module" zerlegt wird und somit keine Eigenspannung mehr aufweist, die zur Verwöl-bung oder gar Rissen führt. Die Noppenstruktur ist so gestaltet, dass sich die BEKOTEC-Heizrohre dort sicher fixieren lassen.
Obwohl das BEKOTEC-System schon mit der ursprünglichen Noppenplatte eine deutlich niedrigere Konstruktionshöhe, als von der Norm gefordert, erlaubt, wurden aus der Praxis - vor allem für Sanierungsobjekte in Verbindung mit dem Keramik-Klimaboden - noch niedrigere Aufbauhöhen gefordert.
Diese Anforderungen werden jetzt mit der neuen Estrich-Noppenplatte Schlüter®-BEKOTEC-EN/23 F erfüllt. Mit dieser Platte aus einer druckstabilen Polyethylen-Folie beträgt die Schichtstärke der Estrichkonstruktion nur noch knapp 30 mm. Der BEKOTEC-Estrich mit dieser neuen Estrichnoppenplatte kann als Lastverteilungsschicht als schwimmender Estrich über Dämmungen oder auch - vor allem bei Sanierungen - auf bestehende Untergründe verlegt werden.
Die Noppen der neuen Platte sind so angeordnet und mit Hinterscheidungen ausgebildet, dass sich BEKOTEC-Heizrohre schnell und sicher einlegen lassen. Die Verlegung der Rohre kann wie bei der bisherigen Noppenplatte in Rasterabständen von 75 mm erfolgen, zusätzlich ist nun auch eine Diagonalverlegung möglich.
Die Noppenplatten mit den Nutzmaßen von 120 x 90 cm sind in Kartons zu je 10 Stück verpackt. Die einzelnen Platten werden untereinander verklickt, indem sie mit einer Noppenreihe überlappend verlegt werden. Durch leichten Druck verzahnen sich die Noppen so, dass eine geschlossene Fläche entsteht, die auch für das Einbringen von Fließestrichen geeignet ist.
Für die weitere Konstruktion des Keramikbelages gibt es keinen Unterschied zum bekannten Schlüter®-BEKOTEC System: Auf dem BEKOTEC-Estrich wird zunächst die Verbund-Entkopplungsmatte Schlüter®-DITRA 25 verlegt. Dies ist bei Zementestrich bereits nach 24 Stunden möglich, bei Anhydritestrich sollte eine Restefeuchte von < 2% erreicht sein. Die Fliesen können dann sofort im hydraulisch abbindenden Dünnbettmörtel verlegt werden. Dies gilt gleichermaßen für die Fußbodenheizkonstruktion BEKOTEC-THERM wie auch für eine schwimmende Fliesenbelagskonstruktion ohne Heizrohre.
Die heiztechnischen Vorteile des Keramik-Klimaboden BEKOTEC-THERM kommen auch mit der neuen Platte voll zur Geltung: so erlauben die relativ geringe Estrichmasse und die oberflächennahe Lage der Heizrohre schnelle Reaktionszeiten auf Temperaturveränderungen. Die kommunizierenden Luftkanäle der Schlüter®-DITRA 25-Matte bewirken zudem eine besonders gleichmäßige Oberflächentemperatur.
Schlüter®-BEKOTEC-THERM lässt sich bei Sanierungen oder Erweiterun-gen an jede Heizungsanlage anschließen. Da das System nur relativ niedrige Vorlauftemperaturen erfordert, heizt es besonders energiesparend. Vor allem in der Renovierung lassen sich mit der neuen Noppenplatte Schlüter®-BEKOTEC-EN/23 F auch bei geringen Konstruktionshöhen hochwertige Keramik- oder auch Natursteinbeläge als Keramik-Klimaboden BEKOTEC-THERM erstellen.